Freitag, 10.09.2010

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09.12.2009
Informations- und Unterschriftenaktion des Nürnberger Bündnisses „Fair Toys“ mit dem Christkindl
 


Am Donnerstag, 10.12.09, findet von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr an der Kinderweihnacht auf dem Hans-Sachs-Platz 2 in Nürnberg eine Informations- und Unterschriftenaktion des Nürnberger Bündnisses „Fair Toys“ mit dem Christkind Johanna Heller und lebensgroßen Plüschtieren statt. Das Nürnberger Christkind kommt um 13:45 Uhr.
 
Das Nürnberger Bündnis "Fair Toys" engagiert sich für faire Bedingungen in der Spielwarenproduktion. Rund 80 Prozent des auf dem Weltmarkt gehandelten Spielzeugs kommt aus China. Anlässlich der vermehrten vorweihnachtlichen Einkäufe von Spielzeug weist das Nürnberger Bündnis „fair toys“ mit seinen wiederkehrenden Aktionen auf mangelnde Sicherheit und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in der chinesischen Spielzeugindustrie hin.
 
Eine Schulklasse wird zusammen mit dem lebendigen „fair toys“-Plüschbären die Besucherinnen und Besucher über diese Tatsachen informieren und Unterschriften sammeln, mit denen die deutschen Hersteller aufgefordert werden, endlich für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in ihren Zulieferbetrieben zu sorgen. Um 13:45 Uhr kommt das Nürnberger Christkind, um die Aktion zu unterstützen.

Nach Ansicht von „fair toys“ liegt die Verantwortung für die schlechten Arbeitsbedingungen nicht nur bei den chinesischen Herstellern, sondern auch bei den Markenfirmen und beim Handel. Wer ein Produkt vermarktet, trägt gegenüber den VerbraucherInnen auch Verantwortung für die Qualität. Wer seine Lieferanten durch niedrige Preise und knappe Lieferfristen unter Druck setzt, ist mitverantwortlich für überlange Arbeitszeiten, Gesundheitsgefährdungen und vermehrte Arbeitsunfälle.

Besonders wenn für das Weihnachtsgeschäft produziert wird, müssen innerhalb kürzester Zeit große Stückzahlen hergestellt werden. Dann sind Arbeitszeiten zwischen 12 und 14 Stunden an der Tagesordnung. Manchmal gibt es Wochen lang keinen freien Tag. Ein Grund für die zahlreichen Arbeitsunfälle in chinesischen Spielzeugfabriken ist Übermüdung bis hin zur völligen Erschöpfung.




 

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