Mittwoch, 08.09.2010

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Aktion fair spielt. Für faire Regeln in der Spielzeugproduktion


Der Skandal

In vielen asiatischen Spielzeugfabriken werden soziale und wirtschaftliche Menschenrechte systematisch verletzt. Betroffen sind vor allem junge Frauen zwischen 18 und 30 Jahren, sie stellen den größten Teil der Belegschaften. besonders wenn die Produktion für das Weihnachtsgeschäft auf Hochtouren läuft, sind die Arbeitszeiten extrem lang – 12 oder gar 14 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche. Gesetzliche Mindestlöhne werden unterschritten, Arbeitsschutzbestimmungen grob verletzt. Meist gibt es keinen Kündigungs- oder Mutterschutz. Viele Fabrikwohnheime sind in menschenunwürdigem Zustand: All dies verstößt gegen nationale Gesetze und internationale Abkommen.


Ziele der Aktion fair spielt

Gemeinsam mit Partnerorganisationen in Europa und in Asien setzt sich die Aktion fair spielt für die Beachtung der Menschenrechte und grundlegender Arbeitsnormen in der Spielzeugindustrie ein.

Deshalb fordert die Aktion fair spielt die Spielzeughersteller und den Handel in Deutschland dazu auf, ihre Verantwortung zu übernehmen und für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in den Spielzeugfabriken zu sorgen. Das können sie tun, indem sie den Verhaltenskodex des Weltverbandes der Spielwarenindustrie (ICTI) glaubwürdig und transparent umsetzen und das auch von ihren Lieferanten verlangen. In einer laufend aktualisierten Firmenübersicht informiert die Aktion fair spielt darüber, welche Unternehmen sich beteiligen – und welche nicht.

Zur fair spielt-Firmenliste

Außerdem setzt sich die Aktion fair spielt dafür ein, dass der ICTI-Kodex in den Fabriken wirksam, glaubwürdig und transparent umgesetzt wird. Dazu gehört auch, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter an der Umsetzung des Kodexes und an der Kontrolle der Fabriken beteiligt werden. Der Weltverband muss außerdem darüber berichten, welche Markenfirmen den Kodex umsetzen und welche nicht. Nur so haben Verbraucherinnen und Verbraucher die Möglichkeit, das auch bei ihren Kaufentscheidungen zu berücksichtigen.

Mehr über den ICTI-Kodex


Träger der Aktion fair spielt

Die Aktion fair spielt wird von folgenden Organisationen getragen:
Bischöfliches Hilfswerk Misereor, Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands, Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands, Nürnberger Bündnis "Fair Toys" und Werkstatt Ökonomie (Koordination). Die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholischer Familienbildungsstätten unterstützt die Aktion.

Schirmfrau der Aktion fair spielt ist Christa Nickels, Parlamentarische Staatssekretärin a.D. und ehemalige Vorsitzende des Ausschusses für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages.

Adressen & AnsprechpartnerInnen

Aktion fair spielt: Was bisher geschah ...







       

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